Das Segeln auf einem Segelboot, sei es ein wendiges Beiboot oder ein stabiler Katamaran, basiert auf einem grundlegenden Verständnis: der Beziehung zwischen Windrichtung und der Richtung Ihres Bootes. Diese Beziehung definiert die sogenannten Segelstellungen.
1. Den nautischen Windkreis verstehen

Stellen Sie sich eine Uhr vor, bei der der Wind immer von 12 Uhr kommt:
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Gegen den Wind (Tote Zone): Von 11 bis 1 Uhr. Die Segel flattern, das Boot stoppt.
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Am Wind (Eng oder Hart am Wind): Sie fahren gegen den Wind (ca. 45°). Die Segel sind maximal dichtgeholt.
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Halbwind: Der Wind kommt senkrecht zum Boot (9 oder 3 Uhr). Dies ist oft die schnellste Segelstellung.
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Raumer Wind: Der Wind kommt von schräg hinten (7 oder 5 Uhr). Dies ist die Segelstellung des Komforts und des Gleitens.
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Vorwind: Der Wind kommt direkt von hinten (6 Uhr). Vorsicht vor ungewollten Halsen!
2. Die Segel trimmen:
Das Trimmen lässt sich mit einem einfachen Satz zusammenfassen: "Wenn das Segelboot seine Richtung zum Wind ändert, müssen die Segel ihren Winkel ändern."
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Zum Anluven (näher an den Wind gehen): Man holt die Segel dicht.
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Zum Abfallen (sich vom Wind entfernen): Man fiert die Segel auf.
Tipp: Fieren Sie Ihr Segel, bis es am Vorliek (am Mast) leicht zu flattern beginnt, dann holen Sie es gerade so weit dicht, dass die Falte verschwindet. Dann sind Sie perfekt getrimmt.
3. Besonderheiten: Jolle vs. Katamaran
Obwohl die Segelstellungen die gleichen sind, unterscheiden sich Gefühl und Technik:
Bei der Jolle
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Das seitliche Gleichgewicht: Das Gewicht der Besatzung ist das einzige Gegengewicht zur Windkraft. Am Wind muss man ausreiten (sich nach außen lehnen), um das Boot flach zu halten.
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Der Schwert: Er ist entscheidend. Am Wind tief, um das seitliche Abdriften des Bootes zu verhindern, muss er bei raumen Kursen (Raumer Wind, Vorwind) hochgezogen werden, um den Widerstand zu verringern.
Beim Katamaran
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Die Stabilität: Dank der zwei Rümpfe kippt das Boot weniger schnell, aber wenn es "ein Bein hebt", steigt das Adrenalin!
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Die scheinbare Geschwindigkeit: Katamarane sind so schnell, dass sie ihren eigenen Wind (scheinbarer Wind) erzeugen. Man segelt selten direkt vor dem Wind, man bevorzugt es, beim raumen Wind "zu kreuzen", um die Geschwindigkeit zu halten.
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